1. Anton, * 20. Jan. 1729 in Oberbeisheim (Bezirk Kassel), † 26. Apr. 1798 in Kassel, InstrumentalistBraun, AntonAnton Braun. Anton Braun, Sohn des Bäckers Johann Jakob Braun (1697–1732) und Patensohn des Schuldieners Antonius Hartwig, scheint schon bald nach seiner Konfirmation (1742) nach Kassel gekommen zu sein, wo er zunächst als Oboist im Regiment Prinz von Anhalt diente und am 31. März 1760 mit 200 Talern jährlich als Hofmusiker in die 1. Geige aufgenommen wurde mit der Verpflichtung, unentgeltlich für sein Instrument zu kopieren (H. Kummer 1922). Seine Kinder verdankten ihm ihre erste musikalische Ausbildung, vorzügliche Speziallehrer und weitere berufliche Förderung. Durch seine Frau Dorothea (geb. Gläßner; 1728–1798) war er Schwager des Kasseler Waldhornisten (Violoncellisten) Moritz Klimmenhagen, der seinerseits eine Musikerfamilie begründete.